Verlag Brüder Hollinek

Fachzeitschrift für Aus- und Fortbildung in Kindergärten, Schulen und Vereinen

Heft 3 / 2017

Unterricht planen

32 Seiten

erschienen im Juni 2017

Schriftleitung: Gundl Rauter
Preis:
Brutto-Verkaufspreis: 7,90 €
MwSt.-Betrag: 0,72 €
Beschreibung

Editorial

Tagungen und Kongresse

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K. Kleiner

Und dann sollte eine Unterrichtsstunde geplant werden. Ein didaktischer Überblick zur Geometrisierung von Planungsmodellen

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R. Messmer

Aufgaben im Sportunterricht

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I. Bähr

Kooperatives Lernen im Sportunterricht

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B. Blanck

Grundlagen erwägungsorientierter Bildung

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L.-K. Paula, K. Kleiner & G. Rauter

(An-)Spannung (aus-)halten

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Literatur & Lehrmittel

Impressum

 

Bewegung und Sport ist ein beliebtes Fach, in dem die SchülerInnen vielfach ein positives emotionales Muster aufweisen und durchwegs sehr gute Noten bekommen. In den unterschiedlichsten Studien werden Daten und Fakten präsentiert, die insgesamt dem Fach eine gute und zufriedenstellende Wertigkeit bescheinigen. Auch die unterrichtenden SportlehrerInnen werden als sehr positiv beschrieben und mit den Merkmalen sportlich, selbstbewusst, fähig und engagiert wahrgenommen (Altenberger et al 2005, S. 73). Die Beliebtheit des Fachs und der Lehrperson lässt aber noch keine Rückschlüsse auf die Unterrichtsqualität an sich zu. In der Bewertungsskala von Unterricht liegen Strukturiertheit und Organisiertheit des Unterrichts von Bewegung & Sport im unteren Bereich (Gerlach et al 2006, S. 143).

Dieses Heft versucht, die Idee der Unterrichtsplanung darzustellen und die Vielfalt der Möglichkeiten eines kreativen Sportunterrichts abzubilden. Abseits zu den traditionellen Überlegungen wird auch neuen pädagogischen Entwicklungen Raum zur Inszenierung geboten. Die einzelnen theoretischen Analysen und Themenbereich werden mit praktischen Handlungsfeldern verzahnt.

"Und dann sollte eine Unterrichtsstunde geplant werden", schreibt zu Beginn Konrad Kleiner und modelliert verschiedenste geometrische Gebilde zwischen den handelnden Personen. Der Autor bringt damit die Lehrperson, die SchülerInnen und den Lehrstoff auf den Punkt. Anhand der wachsenden geometrischen Modelle wird deutlich, welche Komponenten bzw. Dimensionen Unterricht zusätzlich tragen und beeinflussen können. Im Fokus des Unterrichts steht die Aufgabe und die daraus resultierenden Bewegungshandlungen der Lernenden. Roland Messmer verbindet die "Aufgaben im Sportunterricht" mit den Kompetenzfeldern der Handlungsfähigkeit und leitet zum Diskurs der "Aufforderung zum Probleme lösen" über. Ingrid Bähr stellt in ihrem Beitrag das "Kooperative Lernen im Sportunterricht" vor. Dabei wird deutlich, dass das Kooperative Lernen den Spannungsbogen zwischen fachlicher Zielorientierung und individueller Kompetenzentwicklung schließen und gleichzeitig einen "interdisziplinär mehrperspektivischen Rahmen" bieten kann. Die "Grundlagen erwägungsorientierter Bildung" öffnen das Spektrum der Verantwortlichkeit für die Lernenden und ermöglichen das Suchen nach unterschiedlichen Handlungslösungen. Bettina Blanck diskutiert die Perspektiven und Möglichkeiten dieser trans- und interdisziplinären Blickrichtung im Bereich des Sportunterrichts. Lisa-Kristin Paula, Konrad Kleiner und Gundl Rauter konkretisieren am Beispiel "(An-)Spannung (aus-)halten" eine Unterrichtseinheit. Anhand eines Planungsmodelles für die Grundschule werden die einzelnen Unterrichtsebenen ausgearbeitet und Praxisvorschläge zum Themenbereich präsentiert.

Was bleibt ist die Frage, ob das, was der/die Lehrende plant und will, das ist, was der/die Lernende versteht und schlussendlich auch tun möchte.

Das gesamte Redaktionsteam wünscht Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe und einen erlebnis- und ereignisreichen Sommer 2017.